Paul & Clara Im Land der flimmernden Sonne
Ein historischer Abenteuerroman für junge Leser
Von der Ruhr bis nach Südwestafrika: zwei Geschwister, ein treuer Hund und eine Reise voller Mut, Licht und Gefahr. Inspiriert von wahren Ereignissen um 1900.
Über das Buch
Ein atmosphärisches Abenteuer zwischen Industrie-Ruhrgebiet, Ozean und der Weite Etoschas. Für Leserinnen und Leser ab 10 Jahren.
Bonusmaterial
Skizzen, Karten, Hintergründe und Bilder der Figuren.
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Paul Sommerfeld (13), der wagemutige Entdecker
Paul ist der ältere der Geschwister und ein wahrer Kopfmensch. Schon im Ruhrgebiet träumte er davon, die Welt zu sehen, und seine Liebe zur Mechanik und Technik hilft ihm und Clara oft aus kniffligen Situationen. Er ist schnell dabei, die Führung zu übernehmen, muss aber lernen, auch auf Claras vorsichtige Ratschläge zu hören.Er ist neugierig, wissbegierig, von Maschinen fasziniert und überzeugt, dass die Welt sich verstehen lässt, wenn man nur genau genug hinschaut. Doch Afrika zwingt ihn zu etwas anderem: nicht Verständnis, sondern Haltung.
Auf der Reise verliert Paul vieles – Sicherheit, Gewissheit, die bequeme Welt seiner Villa. Dafür gewinnt er anderes: Mut, Loyalität und einen Blick, der das Herz der Dinge berührt. Er schützt Clara, aber er hört auch auf sie. Er sucht Abenteuer, doch lernt, dass der wahre Mut darin liegt, für andere einzustehen. Paul ist derjenige, der sich fragen traut: „Was ist richtig – auch wenn keiner hinsieht?“
Clara Sommerfeld(10) - Die Stimme des Herzens
Clara Sommerfeld ist zehn Jahre alt, neugierig, wach und erstaunlich mutig. Während ihr Bruder Paul oft als Entdecker vorausrennt, ist Clara diejenige, die genauer hinschaut. Sie nimmt Menschen ernst, stellt Fragen, hört zu – und erkennt Gefahren oder Lügen, noch bevor die Erwachsenen sie wahrhaben wollen.
Auf ihrer Reise durch Afrika begegnet sie Arbeiterkindern, Herero-Frauen, Soldaten, Händlern und Forschern. In all diesen Begegnungen zeigt sich Claras besondere Gabe: Sie baut Brücken. Sie urteilt nicht nach Herkunft, Sprache oder äußerer Erscheinung, sondern danach, wie ein Mensch sich verhält. Dadurch öffnet sie Türen, die für andere verschlossen geblieben wären.
Claras Entwicklung verläuft leise, aber tief. Sie wächst an den Herausforderungen, sieht Schönheit und Ungerechtigkeit mit derselben Klarheit und beginnt zu begreifen, was es bedeutet, erwachsen zu werden – mit all den Fragen, Zweifeln und dem Mut, der dazugehört. Und an ihrer Seite: Max, der Rottweiler. Er beschützt niemanden so sehr wie Clara, denn sie ist sein Mensch. Clara verleiht der Geschichte Herz und Menschlichkeit. Ohne sie wäre die Reise ein Abenteuer. Mit ihr wird sie etwas Größeres: eine Geschichte über Mut, Freundschaft und Mitgefühl.
Max (4), der treue Rottweiler
Max ist kein Haustier. Max ist Familie. Er riecht Gefahr, bevor sie entsteht, und Freude, bevor sie jemand spürt. Er verteidigt Clara mit der wilden Treue eines Tieres, das weiß, wem es gehört. Er bringt Chaos ins Lager, Humor in die Dunkelheit und rettet Leben, weil sein Herz entscheidet, wo Menschen noch zweifeln. Mit seinem muskulösen Körperbau und seiner furchtlosen Art ist er der unerschütterliche Beschützer der Geschwister auf ihrer gefährlichen Reise.
Max ist Freund, Kompass, Wächter – und vielleicht der ehrlichste Charakter der ganzen Geschichte. Seine scharfen Sinne und seine Instinkte sind im unvorhersehbaren Land der flimmernden Sonne oft das, was die Kinder vor Unheil bewahrt. Er ist zwar imposant, aber im Herzen sanftmütig, besonders zu Clara und immer hungrig – vor allem, wenn irgendwo ein Braten in Reichweite ist.
Karl Sommerfeld(38), der treue Vater
Karl ist Ingenieur, Vater und ein Mensch, der Ordnung nicht aus Zwang liebt, sondern aus Überzeugung. In seiner Welt funktioniert ein gutes Leben wie eine gut geölte Maschine: mit Prinzipien, Verlässlichkeit und ehrlicher Arbeit.
Doch als seine Kinder verschwinden, wird aus Theorie gelebte Prüfung. Er reist über Ozeane, durch Häfen und Wüsten, und verliert nie den klaren Blick: nicht auf das, was er tun muss, sondern auf das, was er tun kann. Karl ist kein Held der großen Worte – sondern der, die bleiben, wenn es schwer wird. Hinter seiner Ruhe liegt ein Vater, der brennt.
Martha Sommerfeld(36), Das stille, unzerbrechliche Zentrum
Martha trägt die Familie. Nicht laut, nicht heroisch – sondern wie ein inneres Licht, das nie verlöscht. Sie ist furchtlos, wenn es um ihre Kinder geht, und trotzdem so warm, dass Menschen in ihrer Nähe atmen können.
Sie kennt Angst, aber sie erstickt sie nicht – sie verwandelt sie in Kraft. Martha sieht, was Menschen verschweigen, und handelt dann, wenn andere noch zögern. In einer Welt voller Männer, die Befehle geben, ist sie die Stimme, die trägt – diejenige, die die Sommerfelds zusammenhält, egal, wo die Reise sie hinwirft.
Nestor Sommerfeld(39), Der Forscher, der das Leben liebt
Nestor ist Abenteurer, Naturforscher, Sammler – ein Mann voller Ideen und Improvisationstalent. Er liebt Tiere, Maschinen, Karten und das Unbekannte. Er sieht in jedem Käfer ein Wunder, in jeder Landschaft eine Möglichkeit. Für Paul und Clara ist er der Onkel, der Wissen nicht erklärt, sondern spürbar macht.
Und doch trägt Nestor auch Schwere: den Blick für das, was Menschen zerstören, und die Verantwortung dafür, was er selbst tut. Sein Etoscha-Lager ist kein Jagdplatz – es ist ein Labor von Respekt, Technik und Gewissen. Er baut Fallen, aber er jagt nicht. Er fängt Tiere lebend, weil Leben für ihn zählt. Nestor ist der Forscher, der fragt: „Wie kann man die Welt sehen, ohne sie zu verletzen?“
Ulf Grossens(28), der Ruhige
Ulf ist der ruhige Mittelpunkt in all dem Chaos. Kein Mann vieler Worte, aber wenn er spricht, hört man zu. Er denkt zuerst, handelt dann – nie kopflos, nie aus Angst. Er hat diesen instinktiven Sinn für Gefahr, den man nur bekommt, wenn man lang genug zwischen Maschinen, Männern und Verantwortung lebt.
Im Lager ist er der, auf den sich alle unbewusst verlassen. Selbst Max hört auf ihn – nicht, weil Ulf laut wäre, sondern weil er Autorität ausstrahlt wie andere Wärme. In dieser Szene wird das besonders deutlich: während alle noch das Fest im Ohr haben und sich sicher wähnen, ist er schon im Alarmmodus.
Er vertraut seinem Instinkt mehr als dem, was er sieht. Und genau das macht ihn zum Gegenstück zu Simon – Ulf handelt aus Pflicht und Schutz, Simon aus Angst und Selbstrechtfertigung. Wenn Jack die Gier ist, Simon das Gewissen, dann ist Ulf das Rückgrat.